Die erste Erw√§hnung des heiligen Grals findet sich in der Artus Sage aus dem 12. Jahrhundert. Das Wort Gral k√∂nnte entweder vom okzitanischen Wort Grazal (Was soviel bedeutet wie Gef√§√ü) oder von den Worten Sang Real (K√∂nigliches Blut) stammen. In den meisten √úberlieferungen wird der heilige Gral als Gef√§√ü dargestellt, der dem Besitzer ewige Jugend, Gl√ľckseligkeit und unendliche F√ľlle bietet. In neueren Thesen ist der heilige Gral die Blutlinie Jesu Christi. Auf beiden Thesen werde ich nun ein wenig eingehen und am Ende meine Meinung hinzuf√ľgen.

Die Gefäß-These

Der √úberlieferung nach trank Jesus beim letzten Abendmahl aus einem Kelch, den er an seine J√ľnger weiter reichte. Nach dem Verrat von Judas und der Kreuzigung von Jesus, hat man mit genau diesem Kelch das Blut aufgefangen, das aus dem K√∂rper von Jesus Christus floss. Danach soll der heilige Kelch verschwunden sein. Erst im 12. Jahrhundert taucht er in der Artus Saga wieder auf. Laut der Artus Sage soll der Ritter Parzival den Kelch gefunden haben und dadurch alles bekommen haben was er wollte. Allerdings verschwand der Kelch kurz darauf, weil er den Gralsh√ľter nicht korrekt gr√ľ√üte. Zwar findet Parzival den Kelch wieder, allerdings erz√§hlt die Legende nicht was danach mit dem Kelch passierte. Einige Legenden besagen, dass die Templer den heiligen Gral in Jerusalem gefunden und mitgenommen haben.

Die Blutlinien-These

Diese Theorie besagt, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und mit ihr ein Kind hatte. Um genau zu sein, soll Maria Magdalena zum Zeitpunkt als Jesus gekreuzigt wurde, schwanger von ihm gewesen sein. Zwar wurden fragen zur Sexualit√§t und Familienstand von Jesus zu fr√ľhchristlichen Zeiten gestellt, allerdings nahm diese Theorie erst viel sp√§ter konkrete Z√ľge an. Menschen die davon ausgehen, dass dies der heilige Gral ist, sind der Meinung, dass die Nachfahren Jesu unter uns sind und das diese die legitimen Nachfolger sind um den Stellvertreter Gottes auf Erden zu stellen. Von der Kirche wird diese These allerdings abgelehnt, da sie der Meinung sind, dass Jesus nicht verheiratet war.

Meine Meinung

Nun meiner Meinung nach kann man die Frage ‚Äě Was ist der heilige Gral? ‚Äú nicht eindeutig beantworte. M√ľsste ich mich aber zwischen einer dieser beiden Thesen entscheiden, dann w√ľrde ich die Blutlinien-These nehmen. Warum? Obwohl es keine historischen Beweise gibt, denke ich das es m√∂glich ist, dass Jesus ein Kind hatte. Wenn man bedenkt, dass Jesus zum Zeitpunkt seines Todes etwa 30 Jahre alt war, w√§re das m√∂glich. W√§hrend der Lebenszeit von Jesus war man mit 30 nicht mehr der j√ľngste und in den meisten F√§llen hatte man schon Kinder oder war zumindest verheiratet. Dass die Kirche diese M√∂glichkeit vehement abstreitet ist selbstverst√§ndlich. W√ľrde sich herausstellen, dass Jesus ein Kind hatte, w√ľrde das ganze christliche System wahrscheinlich zusammen brechen da viele christliche Fundamente darauf beruhen.

Wer Indizien f√ľr die eine oder andere These finden m√∂chte, der wird sie auch finden. Allerdings gibt es weder f√ľr die Gef√§√ü-These noch f√ľr die Blutlinien-These historische Beweise. Was denkst du √ľber den heiligen Gral? Schreibe es unten in die Kommentare.¬† ūüôā

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