1. Oktober 331 v. Chr. bei einem kleinen Dorf mit dem Namen Gaugamela. 55 000 griechische Soldaten unter der Führung Alexanders stehen den 200 000 Soldaten des persischen Königs Dareios III. gegenüber. Nach der Schlacht am Granikos im Jahre 334 v. Chr. und der Schlacht bei Issos 333 v. Chr. suchten beide Könige die endgültige Entscheidung. Nach einer langen und zermürbenden Schlacht konnte Alexander trotz einer Armee die viel kleiner war als die von Dareios III. als Sieger vom Platz gehen.

Welche Faktoren waren ausschlaggebend für den Sieg Alexanders?

Die zusammengewürfelte Armee von König Dareios III. tat sich sehr schwer gegen die gut ausgebildete und kampferprobte griechische Armee. Ein weiterer entscheidender Faktor war, dass Dareios seine Soldaten die ganze Nacht in Kampfformation stehen ließ, weil er befürchtete Alexander würde in der Nacht zuvor angreifen. Dies wurde Alexander von seinen Generälen zwar vorgeschlagen, aber er lehnte mit seinen berühmten Worten „Ich werde mir meinen Sieg nicht stehlen“ ab. Dieses rumstehen der persischen Männer in voller Montur und in Kampfbereitschaft, kostete viel Energie und wahrscheinlich auch viel Motivation. Ein weiterer Punkt für den Sieg Alexanders war die dato übermächtige Phalanxformation. 256 Kriegern die in einer Quadratformation standen und 7 Meter lange Lanzen trugen sind wie eine Walze (Phalanx altgriechisch für Walze) in die feindlichen Linien eingedrungen. Auch die Kompaktheit der eigenen Armee und die Unordnung der persischen Armee war für Alexander von großem Vorteil. Zwar war die Linie der Perser gigantische 4 Kilometer lang, allerdings konnte Dareios diese Masse an Männern nicht gut koordinieren.

Alexanders Kampfformation

Alexander stellte sein Heer schief auf. Der Linke Flügel unter der Leitung von Parmenion, war weit nach hinten gesetzt um den Erstkontakt mit dem Feind zu verzögern. Dieser sollte nämlich am längsten durchhalten, da Alexander wusste, dass auf dieser Seite der erbittertste Teil des Kampfes geführt werden würde. Außerdem diente diese Formation auch, dass er die starke Kavallerie der Perser aus den Reihen lockte. Ein weiterer Schachzug von Alexander war es, seine Kavallerie angeführt von ihm selber, entlang der persischen Linien entlang laufen zu lassen. Dies tat er um die leichte Peltasten Einheit unentdeckt seitlich der Kavallerie-Einheit in Position zu bringen. Parallel zu Alexander marschierte ihm gegenüber die persische Kavallerie die sich auf den Angriff vorbereitete. Doch wie aus dem nichts machte Alexander eine 180 Grad wende und stürmte mit seinen Reitern in das Zentrum der Perser. Gleichzeitig griffen die Peltasten, die heimlich neben Alexander liefen, die überraschte persische Kavallerie an und schlugen sie in die Flucht.

Nach heftigen Kämpfen und großer Unordnung in der persischen Armee konnten die Griechen die Oberhand gewinnen und letztendlich die Schlacht für sich entscheiden. Diese Schlacht ist einer der ruhmreichsten und taktisch besten Schlachten der Antike. Ob allerdings Alexander hinter der Strategie steckte oder doch sein General Parmenion der Entwickler dieser Strategie war, wird heute unter Historikern stark diskutiert. Doch egal wer von beiden es war, es war eine Meisterleistung!

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