Die Assassinen (arabisch: Haschaschiin, bedeutet so viel wie die Haschisch konsumierenden) war eine geheime Organisation während der Zeit der Kreuzzüge. Gegründet wurden die Assassinen von Hasan-i Sabbāh (geboren um 1050 in Ghom, gestorben am 23. Mai 1124 in Alamut). Hauptsitz seiner Organisation war die Burg Alamut die er und seine Männer im Jahre 1090 durch einen Überraschungsangriff eroberten.

Die Assassinen waren nicht von Anfang an eine Auftragsmörder-Organisation. Vielmehr geschah dies eher zufällig, nachdem der seldschukische Großwesir Nizām al-Mulk einige Anhänger von Hasan-i Sabbāh öffentlich hinrichten ließ. Daraufhin verkündete Hasan-i Sabbāh seinen Anhängern, dass derjenige der Nizām al-Mulk tötete ins Paradies eintreten werde. Obwohl derjenige der die Tat ausführen würde, mit dem Leben bezahlte, haben sich viele Mitglieder der Assassinen bereit erklärt die Tat durchzuführen. Letzendlich wurde das Attentat am 10. Oktober 1092 durchgeführt und der Mord von Nizām al-Mulk wurde zum ersten Auftragsmord der Assassinen.

Den Namen Haschaschiin haben sie deshalb erhalten, weil Hasan-i Sabbāh den Mitglieder unter anderem Haschisch konsumieren ließ um ihnen zu zeigen, wie es im Paradies ausehen wird. Alkohol, schöne Frauen und grüne Gärten haben das Erlebnis der jungen Anhänger intensiviert.

Ein Merkmal der Assassinen war der Dolch. Mit diesem erledigten sie die Zielperson und schrien während dem Akt des Mordes immer wieder den Namen des Auftragsgeber. Durch diese fast schon rituelle Art, verursachte schon der Name Assassinen Furcht und Schrecken sowohl bei den muslimischen als auch bei den christlichen Herrschern. Auch ihr Talent über mehrere Jahre unerkannt in einer fremden Stadt zu leben, trug zu dieser Furcht bei.

Mehrere hundert Morde werden der Assassinen Organisation zugesprochen. Darunter waren Sultane, Könige, Fürsten und Soldaten. Das berühmteste Attentat, das allerdings missglückte, war das auf Sultan Saladin Al-Ayyubi. Doch auch der Mord vom Herzog von Bayern im Jahre 1231 an der Donaubrücke bei Kelheim, durch die Assassinen, hat große Bekanntheit erlangt. Man vermutet, dass der deutsche Kaiser Friedrich II. den Mord in Auftrag gegeben hat.

Im Jahre 1256 läuteten die Mongolen das Ende der Assassinen ein, nachdem sie mehrere Festungen der Assassinen erobert hatten. Nachdem die Organisation zerstört wurde sollen sich laut einer Legende die überlebenden Assassinen nach Indien begeben haben.

Heute ist das Wort Assassin in vielen Sprachen ein Synonym für Mord. Die Assassinen selbst sind heutzutage Teil vieler Filme, Bücher und die Hauptcharaktere des Spiels Assassin’s-Creed.

Was denkst du über die Assassinen? Wie haben sie das 11. und 12. Jahrhundert während den Kreuzzügen geprägt? Lass es mich in den Kommentaren wissen. 🙂

PS: Hier kannst du unser Quiz über die Mauren machen.

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