Der Mann der das Reisen liebte

Der Rechtsgelehrte und Autor Abū ʿAbdallāh Muhammad Ibn Battūta war der Marco Polo der muslimischen Welt. Im Jahre 1325 sprich im Alter von 21 Jahren vollzog er die Pilgerfahrt nach Mekka. Seit diesem Zeitpunkt packte ihn die Faszination für das Reisen.

Die Reise von Ibn Battūta dauerte mit kurzen Unterbrechungen mehr als ein Viertel Jahrhundert (1325 bis 1354). Seine Reise ging von Marokko bis in die fernöstlichsten Gebiete unserer Erde und er legte dabei eine Gestamtstrecke von insgesamt 120 000 km zurück.

Auf seinen Reisen schrieb der begeisterte Entdecker mehrere Bücher. Unter anderem verfasste er das Werk “Geschenk für diejenigen, welche die Wunder von Städten und den Zauber des Reisens betrachten”.

Auch wenn einige Passagen in seinen Werken eher seiner Fantasie entstammten, so stellt die überwiegende Mehrheit seiner Texte, die genaustenen Beschreibungen einiger Teile der Welt im 14 Jahrhundert dar.

Nach seinem Tod im Jahre 1368 blieben einige seiner Werke mehrerer hundert Jahre verschollen. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie wieder entdeckt und in mehrere europäische Sprachen übersetzt.

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